5 Temmuz 2016 Salı

Einleitung

Einleitung

Nur die, die den Quran als Wegweiser wählen und die Sunnah des Gesandten Allahs', möge Allah ihn segnen und Frieden mit ihm sein lassen, zu ihrer Lebensweise machen, sind völlig frei von Aberglauben; sie dürfen auf ein gutes Leben sowohl in dieser, als auch in der nächsten Welt hoffen, in der ihr sorgenfreies Leben für immer andauern wird.
İslam ve karma
 
Östliche Religionen ziehen die Menschen an wegen ihrer mystischen Aura, obwohl sie jede Menge irrationale und unlogische Glaubenssätze und Praktiken enthalten.
Heutzutage suchen viele Menschen nach einem Weg, all der Unmenschlichkeit, dem Chaos, der Verwirrung, den Konflikten, der Selbstsucht und der Täuschung zu entkommen, die wir auf der Welt sehen; sie suchen nach einem Weg, ein Leben führen zu können, das ihnen Zufriedenheit, innere Ruhe und Frieden bringt.
Einige dieser Suchenden glauben, sie könnten den Seelenfrieden, nach dem sie suchen, in Religionen wie dem Hinduismus oder dem Buddhismus finden. Viele Menschen sind durch die diese Religionen umgebende Aura des Geheimnisvollen und Mystischen beeinflusst worden, weil diese Religionen von Techniken wie der Meditation Gebrauch machen und wegen der ungewöhnlichen Einstellungen, Kleidung, Art zu sprechen und religiösen Praktiken derer, die diesen Religionen folgen.
Obwohl Religionen wie Hinduismus und Buddhismus - die zu den ältesten gehören die wir kennen - teilweise guten Rat in ethischen Dingen geben, ist nicht alles, was sie beinhalten wahr. Im Lauf der Jahrhunderte haben diese Religionen vielerlei Elemente von Bräuchen und Traditionen jener Gesellschaften absorbiert, die sie angenommen hatten. Als Ergebnis der diesen Religionen hinzugefügten verschiedenen Legenden und fehlerhaften Glaubenssätze ist die Form, in der wir sie heute kennen, durchsetzt mit Aberglauben. Daher ermutigen diese Religionen viele Überzeugungen und Praktiken, die mit Vernunft und Logik nicht zu vereinbaren sind.
Wenn nun auf den folgenden Seiten von Buddhismus und Hinduismus die Rede ist, so muss stets daran erinnert werden, dass wir von den heutigen, inzwischen korrumpierten und degenerierten "Versionen" dieser Religionen reden und nicht über die ursprünglichen Religionen und deren Begründer. Allah hat uns gelehrt, dass jedes Volk seine Botschafter und Propheten gehabt hat, die es zur Offenbarung hinleiteten. Einige Elemente des Buddhismus, die den Werten des Qurans sehr ähnlich sind, können einen verleiten, zu glauben, Buddha könnte einer dieser Botschafter gewesen sein, die die Religion der Wahrheit gepredigt haben. Doch diese Religion ist uralt und wurde nach ihm unausweichlich korrumpiert und verlor ihre Authentizität durch Vermischung mit den Kulturen und Religionen der Länder, in denen sie sich verbreitete; so verwandelte sie sich in eine Religion des Aberglaubens.1
Der Glaube an das Karma ist ein Charakteristikum dieser Religionen, die gegenwärtig in den westlichen Ländern Interesse erregen. Auch wenn dieser Glaube den Menschen bestimmte moralische Werte nahe legt, so enthält die Philosophie des Karma auch etliche falsche und abergläubische Vorstellungen. Dieser Aberglaube, der die Grundlage des Glaubens an das Karma darstellt, macht es unmöglich, dass er ein Weg zur Befreiung der Menschheit, zu wirklicher innerer Ruhe und zum Seelenfrieden sein könnte. Im Gegenteil, er stiftet nur noch größere Verwirrung. Er verführt die Menschen zu falschen Standpunkten und zu verwerflichen Praktiken. Diese verwerflichen Denkweisen und Praktiken sind das Hauptthema dieses Buches.
Bevor wir uns den trügerischen Aspekten des Glaubens an das Karma zuwenden, ist es sinnvoll, uns an folgende Wahrheit zu erinnern: Der Weg, wirkliches Glück und seinen Seelenfrieden in dieser Welt zu finden, liegen in der Religion des Islam und seiner Quelle, dem Quran, die Allah, der einzige und wahre Herr des Universums für die Menschheit bestimmt hat, um die Wahrheiten, die schon zuvor von den Propheten und Botschaftern allen Völkern der Erde offenbart worden waren, aber nahezu überall vergessen und verfälscht worden sind, wieder herzustellen. Wie Allah uns mitgeteilt hat, besteht der einzige Weg, die Menschheit aus der Dunkelheit zu erretten und ans Licht zu führen, in der Beachtung der Regeln des Qurans und der Sunnah. Der Quran ist das einzige Buch, mit dessen Hilfe sich die Menschheit befreien kann. Allah erklärt dies im Quran mit den folgenden Worten, die an jeden gerichtet sind, der einer Religion folgt, die schon vor dem Islam existiert hat:
O Volk der Schrift! Nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, um euch vieles, was ihr von der Schrift verbargt, zu enthüllen, und um vieles nachsichtig zu übergehen. Von Allah ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen, womit Allah zu Wegen des Heils leitet, wer Sein Wohlgefallen anstrebt, und sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und auf einen rechten Pfad führt. (Sure 5:15, 16 – al-Ma'ida)
A.L.R. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit deines Herrn Erlaubnis aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen. (Sure 14:1 – Ibrahim) 
In diesem Buch werden wir uns mit beiden Aspekten des Glaubens an das Karma befassen, sowohl mit denen, die lobenswertes ethisches Verhalten beinhalten und mit den Lehren des Quran übereinstimmen, als auch mit den Irrwegen, die weder mit dem Quran in Einklang zu bringen sind, noch mit menschlicher Vernunft und dem menschlichen Gewissen.
Es sollte jedoch klar sein, dass der Glaube an das Karma in der pervertierten Form, die die Reinkarnation (Wiedergeburt) einschließt, nicht durch den geringsten Beweis gestützt wird und dass er in keinem der heiligen geoffenbarten Bücher auftaucht; Er ist offensichtlich eine Philosophie, die lediglich aus von Menschen formulierten Ideen und Argumenten besteht. Jeder könnte eine Philosophie dieser Art entwickelt haben. Tatsächlich könnte ein durchschnittlicher Mensch mehrere solcher Philosophien formulieren. Man würde noch nicht einmal irgendwelche Kenntnisse oder viel Zeit dafür brauchen; nur wenig Zeit wäre ausreichend, ein ganzes philosophisches System zu formulieren, dass auf einem Glauben basiert, für den es keinerlei Beweis gibt. Der Glaube an das Karma bezieht sich auf keinerlei rationale Basis.
Ist es sinnvoll, die Regeln einer irrationalen Philosophie einführen zu wollen, der jeder Beweis, der sie stützen würde, fehlt? In diesem Buch werden wir zeigen, wie unlogisch der Glaube an das Karma ist, oder der Versuch, danach oder nach einer ähnlichen Philosophie zu leben.
Çiçekler
 
Dies (der Quran) ist eine Klarlegung für die Menschen und eine Rechtleitung und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
(Sure 3:138 - Al-'Imran)

Fussnoten

1     Anmerkung der Redaktion: Trotzdem teilt uns Allah mit: "Und schmäht nicht diejenigen, die sie neben Allah anrufen, damit sie nicht ihrerseits aus Feindschaft und Unwissenheit Allah schmähen…(Sure 6:108 – al-An'am) Selbst dann also, wenn Menschen extrem abergläubisch sind, so sind wir gehalten, höflich zu ihnen zu sprechen, damit sie nicht aufgrund unseres Benehmens zu Feinden des Islam werden. Dies ist die Anweisung des Qurans.

Was Bedeutet Das Konzept Des Karma?

Was Bedeutet Das Konzept Des Karma?

Karma ist ein Aberglaube, der die Menschen wegen seiner mystischen Aura anzieht. Er ist in vieler Hinsicht eine Beleidigung des menschlichen Verstandes, des Gewissens und der Schöpfung.
Karma felsefesi
Gleichgültig, wie sehr die Philosophie des Karma die Menschen zu einem Verhalten nach ethischen Regeln zu ermutigen scheint, sie steht in fundamentalem Gegensatz zum Glauben an das Jenseits und zu zahlreichen Glaubensregeln, wie sie im Quran beschrieben sind.
Der Glaube an das Karma ist ein wichtiges Element in abergläubischen östlichen Religionen wie dem dekadenten Hinduismus, Buddhismus und dem Jainismus. Karma ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet "Handlung", "Aktion" oder "Bewegung". In indischen Religionen wird Karma als "Gesetz von Ursache und Wirkung" begriffen. Für die, die an das Karma glauben gilt, dass die Menschen die Konsequenzen dessen erfahren werden für alles, was sie in der Vergangenheit getan haben. Gutes kommt von gutem und Böses von Bösem. Daraus folgt, dass die Situation, in der sie sich heute befinden, ihre Ursache in der Vergangenheit hat.
Nach diesem Glauben ist jedoch das, was mit "Vergangenheit" gemeint ist, das Leben eines Menschen, das er vor seinem jetzigen Leben gelebt hat; Die "Zukunft" ist das nächste Leben auf dieser Erde, das mit dem Tod des jetzigen Lebens beginnt; so jedenfalls wird es behauptet. Der Grund dafür ist, dass der Glaube an das Karma auf dem Glauben an die Wiedergeburt basiert, jenem Glauben, nachdem die Menschen nach ihrem Tod in einem anderen Körper erneut zur Welt kommen und dass der Prozess von Tod und Wiedergeburt ein andauernder sei. Daraus folgt, dass jeglicher Erfolg im sogenannten Leben nach dem Tod, jegliche gesellschaftliche Position und jeder mögliche Lebensstil bestimmt werden davon, wie man sich in seinem vorherigen Leben verhalten hat und wie moralisch man es gelebt hat.
So erhält also jemand, der im jetzigen Leben erfolgreich und vermögend ist, in Form seines Reichtums die Belohnung dafür, in seinem vorherigen Leben ein guter Mensch gewesen zu sein. Analog dazu erntet jemand, der arm oder verkrüppelt ist oder sonstwie ein hartes Leben zu ertragen hat, die Früchte seiner Missetaten aus seinem vorherigen Leben, jedenfalls nach dem Konzept des Karma. Tatsächlich behaupten die, die sich dieser abergläubischen Religion verschrieben haben, dass Menschen in ihrem späteren Leben die Gestalt von Pflanzen oder Tieren annehmen können, je nachdem, welche bösen Taten sie begangen haben. An anderer Stelle dieses Buches werden wir detailliert nachweisen, dass der Glaube an Reinkarnation purer Aberglaube ist.
Auf den ersten Blick könnte es scheinen, dass der Glaube an das Karma den Menschen einen großen Anreiz liefert, nach einer guten Moral zu leben, wenn sie die bestmöglichen Bedingungen bei ihrer Wiedergeburt in dieser Welt vorfinden wollen. Durch die Wiedergeburt ist es uns möglich, moralisch und geistig für unsere Taten belohnt zu werden. Doch der Glaube an Reinkarnation und andere Aberglauben, die von Religionen wie dem Hinduismus und dem dekadenten Buddhismus gepflegt werden, widersprechen der menschlichen Logik, der menschlichen Natur und dem Gewissen des Menschen. Daher sind die Gesetze und Bräuche dieser Religionen nicht geeignet, den Menschen gute moralische Qualitäten zu vermitteln; Sie können dem Menschen keinen inneren Frieden bringen, kein Selbstvertrauen und Glück. Die erbärmlichen Lebensbedingungen und die Ungerechtigkeit in den Ländern, in denen diese Religionen verbreitet oder sogar als Staatsreligionen übernommen worden sind, zeigen dies sehr deutlich.
Karma felsefesi
Dem Glauben an das Karma entsprechend ist jemand reich und berühmt geworden als Gegenleistung für gute Taten, die er in einem früheren Leben getan hat. Viele Menschen, die an Karma glauben, denken auch, es gebe keinen Schöpfer, der Recht sprechen könnte. Die Anhänger dieser Philosophie glauben, Karma sei ein sich selbst erhaltendes System.
Einer der Gründe, warum einige der Lehren des Hinduismus und des Buddhismus Aufmerksamkeit erregen, liegt in dem Interesse, das ihnen von bestimmten weltberühmten Filmstars und Musikern entgegengebracht wird. Einige dieser Prominenten lassen sich mit buddhistischen Mönchsroben bekleidet in Tibet ablichten, oder sie behaupten, ihren Seelenfrieden durch Meditation gefunden zu haben. Ein anderer Grund, der Interesse an diesen Religionen erweckt, ist die mystische Aura, mit der sie in der Vorstellung der Allgemeinheit in Verbindung gebracht werden.
Doch die große Mehrheit der Menschen, die durch diese mystische Aura beeinflusst werden und die den Glauben an das Karma zur Grundlage ihres Lebens machen, befassen sich nicht genauer mit diesen Philosophien und denken nicht genug über sie nach. Sie sind zu fixiert auf ihre positiven geistigen und moralischen Aspekte, um zu bemerken, dass diese Religionen in ihrem dekadenten Zustand vieles beinhalten, das widersprüchlich ist, unlogisch ist und der menschlichen Natur und dem menschlichen Gewissen widerspricht; vielleicht ziehen sie es aber auch vor, diese Abnormitäten allesamt bewusst zu ignorieren.
Jedoch sollte jeder, der danach trachtet, seinem schweren und deprimierenden Leben zu entfliehen und der der Menschheit ernsthaft ein Leben voll Glück und innerer Ruhe wünscht, entsprechende Anstrengungen unternehmen, den rechten Weg zu finden. Daher sollte er gewissenhaft die Philosophien, durch die er beeinflusst wird, untersuchen und er sollte sich völlig sicher sein, welcher Weg der beste und weiseste ist und am besten mit seinem Gewissen vereinbart werden kann. Die Absicht dieses Buches ist es, jenen Menschen, deren Suche nach der Wahrheit sie dazu gebracht hat, die positiven Botschaften der Philosophie des Karma anzunehmen, zu zeigen, dass diese keineswegs der beste Weg ist, da sie hergeleitet ist aus einer Religion, die auf Mythen basiert, auf Aberglauben und auf Bräuchen, die wider die Vernunft sind. Des Menschen einziger Weg, glücklich zu sein und in diesem und im ewigen Leben geistigen Frieden zu finden, ist, an Allah zu glauben und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Qurans zu handeln. Der Quran ist das Buch der Wahrheit, offenbart von unserem Herrn, Allah, zum Wohle denkender Menschen; er ist unser einziger Führer zur Erlösung, indem er die Menschen aus dem Dunkel ans Licht führt. Der einzig wahre Weg ist, die Ethik des Quran praktisch umzusetzen und Allah zu fürchten, den Schöpfer der Himmel und der Erde, der die Menschen bewahrt vor Sündhaftigkeit, Disharmonie, Grausamkeit, Unterdrückung, Intoleranz, Verzweiflung, Pessimismus, Unglück und jedweder tadelnswerter Handlung und im Einklang mit der Sunnah seines edlen Propheten Muhammad zu leben, möge Allah ihn segnen und Frieden über ihm sein lassen.
Dies ist eine Botschaft für die Menschen als Warnung für sie.
Sie sollen hieraus erkennen, dass es nur einen einzigen Gott gibt.
Und alle Verständigen mögen dies bedenken.
(Sure 14:52 - Ibrahim)

Reinkarnation in der Vorstellungswelt des Karma

Reinkarnation in der Vorstellungswelt des Karma

Der Glaube an Karma besagt, dass die Menschen nach ihrem Tod in einem anderen Körper auf die Erde zurückkehren. Mit anderen Worten: Reinkarnation. Dies ist ein völlig unbegründeter Aberglaube.
Reinkarnation, die Vorstellung dass die Menschen nach ihrem Tod in einem anderen Körper auf die Welt zurückkehren, folgt aus dem Glauben an das Karma und ist das Fundament aller indischen Religionen. Die Beziehung zwischen Karma und Reinkarnation wird in einem Buch mit dem Titel Dinler Tarihi (Die Geschichte der Religionen) mit den folgenden Worten erklärt:
Reinkarnation ist der Glaube, dass die Seele nach dem Tod von einem Körper in einen anderen Körper übergeht. Die Reinkarnation ist Teil der Philosophie des Karma. Nach diesem Glauben wird eine Seele je nach ihrem Entwicklungsgrad auf einer höheren oder niedrigeren Stufe geboren. Eine Person kann als Pflanze, Tier, Mensch oder Gott wiedergeboren werden, je nachdem, welche Taten sie während ihres Daseins begangen hat. Demnach bestimmen die Menschen ihr Schicksal selbst. Wiedergeburt findet statt aufgrund von Ursache und Wirkung. Die Reinkarnation bietet uns die Möglichkeit, moralische und geistige Belohnung für unsere Taten zu erhalten. Glück in jemandes nächstem Leben hängt von seiner richtigen Handlungsweise ab. Jedes Individuum ist selbst verantwortlich für seine eigene Situation. Es gibt keinen Grund, den Tod zu fürchten. Durch ständige Wiedergeburt gelangen die Menschen ans Ziel ihrer Wünsche und erhalten dauerhafte Befriedigung. Sie leben im Gott Brahma. Es wird behauptet, dieser Glaube stifte den Indern ihren großen Optimismus.2
İslam ve Karma
 
Jeder soll den Tod kosten. Doch ihr sollt eueren Lohn erst am Tag der Auferstehung empfangen. Und wer da vom Feuer ferngehalten und ins Paradies geführt wird, der soll glücklich sein…
(Sure 3:185 – Al-'Imran)
"…Siehe, wollt ihr wirklich bezeugen, dass es neben Allah andere Götter gibt?" Sprich: "Ich bezeuge es nicht." Sprich: "Siehe, Er ist der einzige Gott, und ich bin an euerer Vielgötterei unschuldig."
(Sure 6:19 – al-An'am)
Wie wir hier sehen können, beinhaltet der Glaube an das Karma kein Leben nach dem Tode, stattdessen glaubt man an die Wiedergeburt in diese Welt mit derselben Seele in einem neuen Körper. Dies jedoch ist ein falscher Glaube, ein Aberglaube, der zu dem im Widerspruch steht, was Allah uns im Quran mitteilt.
Ein weiterer irriger Aspekt dieser Philosophie, der Aufmerksamkeit verdient, ist der Glaube, dass Menschen als Götter wiedergeboren werden können. Dies ist die abergläubischste und unrealistischste Behauptung, die in der Geschichte der Menschheit jemals aufgestellt wurde. Es ist die offene Leugnung von Allahs' Unteilbarkeit. Es ist offensichtlich, dass niemand ein Gott sein kann; es gibt nur einen Gott, der weder jemals geboren hat noch selbst geboren worden ist. Allah ist der Herr, der Schöpfer, der Beschützer und der einzige Gott des gesamten Universums und allen Lebens. Er ist einzigartig und nichts ist Ihm gleich. Unser Herr, Allah, sagt es uns im Quran:
Sprich: "Er ist der Eine Gott, Allah, der Absolute. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und es gibt keinen, der Ihm gleicht." (Sure 112:1-4 – al-Ikhlas)
Die etwas anderes glauben, haben den rechten Weg verlassen, und im Leben nach dem Tode wird es zu ihrem Schaden sein.

Es gibt keine Reinkarnation; Tod und Auferstehung geschehen nur einmal

Reinkarnation ist ein Aberglaube, der nicht von einer einzigen heiligen Quelle bestätigt wird. Trotzdem gibt es überall auf der Welt, abgesehen von den Anhängern indischer Religionen, Menschen, die an die Reinkarnation glauben, beziehungsweise sich wünschen, die Vorstellung von der Reinkarnation möge wahr sein. Der Grund dafür ist, dass Menschen die keine Religion haben, die die Existenz des Jenseits ablehnen und sich entweder davor fürchten, endgültig aufzuhören zu existieren oder aber davor, nach ihrem Tod für immer in der Hölle zu leben, Reinkarnation als einen Weg sehen, diese Angst zu überwinden. Der Glaube an Reinkarnation macht erforderlich, dass man den Tod nicht fürchtet; er verführt dazu, zu glauben, man käme durch Wiedergeburt ans Ziel seiner Wünsche.
Dünya hayatı
Jeder Mensch wird unvermeidlich sterben. Doch der Tod wird nur einmal geschehen, und niemand wird danach zur Erde zurückkehren Dies ist eine gesicherte Wahrheit, die von Allah im Quran offenbart wurde. Eine weitere wichtige Wahrheit ist: Der Tod bedeutet nicht das Ende. Der Tod ist vielmehr nur das Ende des kurzen und vergänglichen Lebens der Menschen in dieser Welt und der Beginn des ewigen Lebens im Jenseits. Jedes Individuum wird sein jenseitiges ewiges Leben entweder im Himmel oder in der Hölle verbringen, je nach seinem Verhalten während des Lebens in dieser Welt.
Der Quran sagt uns jedoch, dass Tod und Wiederauferstehung nur einmal geschehen. Jeder von uns hat nur ein Leben in dieser Welt. Danach sterben wir, und nach dem Tod werden wir wieder auferweckt. Anschließend bleiben wir für alle Ewigkeit im Garten Eden oder im Feuer, je nach dem, was wir in dieser Welt getan haben und ob wir Gott angebetet haben, ohne ihm andere Götter beizugesellen. Wir leben nur einmal in dieser Welt, danach haben wir ein Leben nach dem Tod das für immer andauert. Der Quran sagt uns in aller Deutlichkeit, dass es uns nicht möglich sein wird, nach dem Tod in diese Welt zurückzukehren:
Und es ist ein unverletzliches Verbot, dass keine Gemeinschaft wiederkehrt, die Wir vernichteten. (Sure 21:95 – al-Anbiya)
Erst wenn der Tod einem von ihnen naht, wird er sagen: "O mein Herr! Sende mich zurück, damit ich das Gute tue, das ich unterließ." Keineswegs! Das sind nur (leere) Worte, was er da spricht. Und hinter ihnen ist eine Schranke bis zu dem Tage, an dem sie auferweckt werden. (Sure 23:99, 100 – al-Mu'minun)
güzel manzara
 
…wenn zu einem von euch der Tod kommt, Unsere Boten ihn zu sich nehmen; und sie sind nicht nachlässig. Dann werden sie zu Allah zurückgebracht, ihrem wahren Gebieter. Ist das Urteil nicht Sein? Und Er ist der Schnellste im Abrechnen.
(Sure 6:61, 62 – al-An'am)
Wie wir aus diesem Vers ersehen können, machen sich manche Menschen, wenn sie dem Tod ins Auge blicken, die Hoffnung, dass sie ins Leben zurückgeholt werden könnten. In diesem Moment jedoch wird ihnen erklärt, dass dies nicht möglich ist. In einem anderen Vers sagt Allah folgendes über unseren Tod und das Auferstehen von den Toten:
Wie könnt ihr Allah leugnen, wo ihr tot wart und Er euch lebendig machte? Dann wird Er euch sterben lassen; dann wird Er euch wieder lebendig machen; dann kehrt ihr zu Ihm zurück. (Sure 2:28 – al-Baqara)
Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, sind wir zu Beginn tot: Wir haben keinerlei Existenz. aus diesem Zustand heraus gibt Allah uns Leben und menschliche Gestalt. Einige Zeit danach, wenn unser Leben vorbei ist, zerfallen unsere Körper und werden wieder eins mit der Erde. Was für uns bleibt, ist die Wiederauferstehung. Diese geschieht in der nächsten Welt und in ihr werden wir Rechenschaft ablegen über alles, was wir hier in dieser Welt getan haben.
In anderen Versen wird uns erklärt, dass wir, wenn wir einmal auf diese Welt gekommen sind, nur einen einzigen Tod sterben werden:
Dort werden sie nach ihrem ersten Tod keinen Tod mehr kosten, und so bewahrt Er sie vor der Höllenstrafe. Eine Gnade deines Herrn! Das ist die große Glückseligkeit. (Sure 44:56, 57 – ad-Dukhan)
Die obigen Verse legen klar und eindeutig dar, dass wir nur einmal sterben. Wie sehr man sich auch wünschen mag, abergläubische Vorstellungen, wie den Glauben an Reinkarnation zu übernehmen, sich damit zu trösten, um die Angst vor dem Tod und das Leben nach dem Tod zu verdrängen, Realität ist, dass wir nach unserem Tod niemals mehr in diese Welt zurück kommen werden. jeder wird nur einmal sterben und nach dem Tod werden wir unser ewiges Leben in der nächsten Welt beginnen, wenn es Allahs' Wille ist. Allah wird den Menschen im Garten Eden belohnen oder ihn im Feuer bestrafen, je nachdem ob er sein Leben in Harmonie mit Ihm gelebt hat oder ob er die Wahrheit während seines Lebens in dieser Welt bewusst verdrängt hat. Allah ist die Quelle ewiger Gerechtigkeit. Er ist unendlich barmherzig und gütig, und er gibt dem Menschen den genau abgemessenen und gerechten Lohn für seinen Glauben,  Unglauben und seine Handlungen.
Trost zu suchen im Aberglauben aufgrund von Todesfurcht und Angst vor dem Feuer wird ganz sicher im Desaster enden. Jeder intelligente und gewissenhafte Mensch, der sich vor diesen Dingen fürchtet, wird sich Allah zuwenden, mit aufrichtigem Herzen, in der Hoffnung, in den Garten Eden einzugehen und den Qualen des Feuers zu entkommen, und er wird dem Quran gehorchen, unserem einzigen Wegweiser zur Erlösung, und er wird nach der Sunnah von Allahs Gesandtem leben, möge Allah ihn segnen und Friede mit ihm sein lassen.

Fussnoten

2     Prof. Dr. Gunay Tumer, Prof. Dr. Abdurrahman Kücük, Dinler Tarihi (Die Geschichte der Religionen), Ocak Publishing, Ankara 1993, S. 91-92

Das Leben nach dem Tod entsprechend der Vorstellung des Karma

Das Leben nach dem Tod entsprechend der Vorstellung des Karma

Religionen die das Karma beinhalten, kennen den Glauben an das Jenseits nicht. Dies ist ein weiterer abergläubischer Aspekt der Philosophie des Karma. Die Wahrheit ist, dass jeder Mensch, nach seinem Tod das ewige Leben im Jenseits beginnt.
Der Glaube an ein Leben nach dem Tod wird von Religionen, die das Konzept der Wiedergeburt unterstützen, abgelehnt, außer als ein Stadium zwischen den verschiedenen Leben auf dieser Welt. Wie wir in den vorhergehenden Kapiteln erklärt haben, hält diese falsche Vorstellung daran fest, dass die Menschen nach ihrem Tod in diese Welt zurückkehren, und dass dies ein sich ständig wiederholender Prozess ist.
Nach dem dekadenten Hinduglauben werden die Menschen jedes Mal in eine andere Kaste hineingeboren, je nachdem, welche guten oder schlechten Taten sie in ihren früheren Leben begangen haben. Es ist wohlbekannt, dass das Kastensystem noch immer in der indischen Gesellschaft vorherrscht; was immer die Menschen auf dieser Welt auch tun mögen, sie können ihre Kaste nicht wechseln. Wenn du als Unberührbarer geboren wirst, wirst du unausweichlich als Unberührbarer sterben; Wenn du als Arbeiter geboren wirst, wirst du als Arbeiter sterben. Man glaubt, dass das, was die Menschen in ihrem früheren Leben getan haben, darüber bestimmt, in welche Kaste sie hineingeboren werden. Daher wird jemand, der in diesem Leben ein Unberührbarer ist, nach der Vorstellung des Karma in eine höhere Klasse hineingeboren werden, wenn sein Handlungen gut sind.
İslam ve KarmaNach diesem Irrglauben wird jemand mit einem "guten Karma" jedes Mal wenn er auf die Welt kommt, in eine höhere Kaste hineingeboren, und am Ende wird er als Brahmane - als hinduistischer Priester - in die höchste Kaste hineingeboren. Der Glaube besagt, wer in seinem Leben als Brahmane gute Taten vollbringt, wird nicht wieder auf diese Welt zurückkehren. Für denjenigen ist das "Rad des Lebens" vollendet und er hat das "Nirwana" erreicht.
Nach diesem Glauben heißt Erreichen des Nirwana, dass jemand alle weltlichen Wünsche abgelegt hat und zur Seele des Brahma zurückgekehrt ist, die als die "Seele der Welt" beschrieben wird und zu der er nun zurückgekehrt ist. In den indischen Religionen ist dies das größte Glück, das eine Seele erreichen kann. Nach diesem Irrglauben wird also auch jemand, der jedes Mal, wenn er in diese Welt geboren wird, nur Gutes tut, doch niemals ein Leben nach dem Tod haben; er wird zurückkehren und sich mit der Seele des Brahma vereinigen.3
In einigen buddhistischen Quellen werden uns folgende Informationen über das Leben nach dem Tod gegeben:
Ob man im Himmel oder in einer der verschiedenen Stufen der Hölle wiedergeboren wird, die Form der Existenz an diesen Orten ist vorübergehend, genauso wie sie es auf Erden ist, und sie ist nicht unendlich. Wie im Hinduismus hängt die Zeit, die ein Individuum an diesen Orten bleiben muss, davon ab, wie viele gute und böse Taten es während seines Erdendaseins begangen hat. Wenn die Zeit der Verbannung vorbei ist, wird es wieder auf die Erde zurückkehren. Himmel und Hölle sind nicht mehr, als vorübergehende Existenzzustände, in denen die Taten der Menschen vergolten werden.4
So sehen wir also, dass Karma den Glauben an eine Art Himmel und Hölle umfasst, worin den Menschen ihre Handlungen vergolten werden. Da dieser Glaube jedoch nicht von einer wahren Religion abgeleitet ist, enthält er viele Widersprüche und Logik-Fehler. Zuallerst, es wird behauptet, dass Himmel und Hölle vorübergehend sind, nicht ewig - das ist nicht das, was uns die wahre Religion lehrt.
Der unlogischste Aspekt dieser Vorstellung ist der Glaube, das ganze System funktioniere von selbst. Mit anderen Worten, die Existenz eines Schöpfers, der das Leben dieser Welt erschuf, der den Garten Eden und das Feuer der Hölle erschuf und der die Menschen für ihre Handlungen bestraft oder belohnt, wird bestritten. Dies ist ein äußerst unlogischer und völlig unannehmbarer Standpunkt. Ohne eine schaffende Kraft, die gerecht herrscht, eine überlegene Macht, die fähig ist, Himmel und Hölle zu erschaffen, ist jede Behauptung, die Menschen würden in den Himmel oder in die Hölle eingehen, für unsere Intelligenz und unser Gewissen unannehmbar.
Mehr noch, abgesehen von diesem Glauben liefert das Konzept des Karma keine wie auch immer geartete Erklärung dafür, wie Himmel und Hölle ohne einen Schöpfer entstanden sind. Diese Behauptungen basieren lediglich auf falschen Überzeugungen, die aus Tradition und Aberglauben aufrecht erhalten werden.

Das Leben nach dem Tode, wie es im Quran beschrieben wird

dünya hayatı
Die Menschen befassen sich mit vielfältigen Aktivitäten während ihres Lebens in dieser Welt. Sie gehen zur Schule, arbeiten, verheiraten sich, sorgen für ihre Familien, reisen, lesen, schreiben... Doch die Menschen, die ihr Leben solchen Aktivitäten widmen und dabei vergessen, dass sie eines Tages sterben müssen, fügen sich großen Schaden zu, da das menschliche Leben nicht auf diese Welt beschränkt ist. Verglichen mit dem ewigen Leben im Jenseits ist das Leben in dieser Welt nicht mehr als ein Augenblick. Wichtig für das Individuum ist, sein Leben in dem Bemühen zu verbringen, Allahs' Wohlgefallen zu erlangen, vor dem es im Jenseits Rechenschaft ablegen muss. Jemand, der sich von der Idee des Karma and ähnlichem Aberglauben vereinnamen lässt und dabei das Jenseits aus den Augen verliert, wird eines Tages eine schreckliche Überraschung erleben und dies sehr bedauern, wenn er sich plötzlich am Tag des jüngsten Gerichts wieder findet.
Wie wir oben gesehen haben, umfassen Religionen, die die Vorstellung des Karma akzeptieren, nicht den Glauben an ein Leben nach dem Tod, oder das Jenseits wird als ein Ort erwähnt, an dem man sich vorübergehend aufhält. Allah hingegen sagt uns im Quran, dass nachdem die Menschen für eine kurze Zeit auf der Erde gelebt haben, sie für immer in ihrem "wirklichen Zuhause", der nächsten Welt, bleiben werden. Nach den Lehren des Quran ist es diese Welt, die vorübergehend ist. Jeder, der in dieser Welt für durchschnittlich 50 oder 60 Jahre gelebt hat, wird seine Belohnung im Himmel oder in der Hölle bekommen, für alles was er während dieser Zeit auf Erden getan hat. Dies wird im Quran wie folgt erklärt:
Dieses irdische Leben ist ja nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel: Die jenseitige Wohnung aber ist das (wahre) Leben! Wenn sie es doch nur wüssten! (Sure 29:64 – al-‘Ankabut)
Das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz. Doch das jenseitige Haus ist für die Gottesfürchtigen besser. Seht ihr das nicht ein? (Sure 6:32 – al-An'am)
Der Glaube an des Leben nach dem Tod ist einer der fundamentalen Glaubenssätze des Islam. Demzufolge ist es unmöglich für einen Muslim, die Richtigkeit irgendeiner Religion anzuerkennen, die die Existenz des Lebens nach dem Tod leugnet, oder von einem solchen Glauben geleitet zu werden. Jene, die einen Aberglauben dieser Art auf der Basis von Hörensagen annehmen und sich dadurch täuschen lassen oder ihm wie einer Marotte folgen, müssen dies im Gedächtnis behalten. Allah beschreibt das Schicksal derer, die die Existenz des Jenseits ablehnen, mit den folgenden Worten:
Diejenigen, die Unsere Zeichen und das Eintreffen des Jenseits als Lüge erklären: Ihre Werke sind umsonst gewesen. Sollten sie anders belohnt werden als nach ihren Werken? (Sure 7:147 – al-A'raf)
Wie wir in diesem Vers sehen, wird das Verhalten derjenigen, die Allahs' Worte zurückweisen und die Existenz des Jenseits leugnen, ihnen keine angenehme Belohnung eintragen. Selbst wenn die Handlungen dieser Menschen gut sind, werden sie nicht Allahs' Wohlwollen finden, wenn sie nicht getan werden, um Allahs Segen und seine Gnade zu gewinnen und um in den Garten Eden einzugehen, sondern nur um ein besseres Leben nach der nächsten Wiedergeburt zu erreichen, es sei denn, Allah wünscht, dass es so sei.

Das Leben im Garten Eden oder im Feuer wird ewig sein

Im Gegensatz zu dem, was die Karmagläubigen sagen, sind der Garten und das Feuer keine Orte, an denen wir vorübergehend bleiben. Beide werden ewig andauern. So wie die, die in den Garten eingehen, diesen nie wieder verlassen werden, so werden einige von denen, die ins Feuer gehen, für immer dort bleiben. Es gibt einen Aberglauben, nicht nur unter den Karmagläubigen, sondern allgemein in der Öffentlichkeit, nachdem die Hölle nur vorübergehend ist, und dass, wenn die Menschen die Qualen der Hölle erlitten hätten und somit bestraft worden seien, sie in den Himmel eingingen.5 Allah erklärt dies mit den folgenden Worten:
Und sie sagen: "Das Feuer wird uns nur während abgezählter Tage berühren." Sprich: "Habt ihr mit Allah einen Vertrag darüber gemacht? Dann wird Allah Sein Versprechen niemals brechen. Oder sprecht ihr über Allah, was ihr nicht wisst?" Nein, wer Übles erworben hat, und wen seine Sünde gefangen hält, die werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. Wer aber glaubt und das Rechte tut, die werden Bewohner des Paradieses sein und werden ewig darin verweilen. (Sure 2:80-82 – al-Baqara)6

Die da fürchten, der Tod werde das Ende ihrer Existenz sein, werden nach ihrer Vernichtung rufen, wenn sie erst in der Hölle sind

Cehennem
 
... Und an diesem Tage die Hölle herangebracht wird - an diesem Tage möchte der Mensch die Ermahnung annehmen. Aber was nützte ihm dann noch die Ermahnung? Dann wird er rufen: "O wenn ich doch für mein (künftiges) Leben etwas vorausgeschickt hätte!" An diesem Tage wird keiner strafen wie Er und keiner wird fesseln wie Er. (Sure 89:23-26 – al-Fadschr)
Wie wir bereits ausgeführt haben, ist einer der wichtigsten Gründe, warum manche Menschen an Reinkarnation glauben, dass sie fürchten, aufzuhören zu existieren wenn sie sterben. Da sie durch diesen Gedanken verängstigt sind, vermeiden Ungläubige oder solche mit nur schwachem Glauben an die Religion generell, an den Tod zu denken, oder sie versuchen, sich mit Aberglauben wie der Reinkarnation zu trösten.
Doch die Menschen hören nicht auf zu existieren, wenn sie sterben. Es sind nur unsere Körper, die sterben. Die Seele wird ewig leben. Doch dieses neue Leben wird in der nächsten Welt sein und nicht, wie die Reinkarnations-Idee uns glauben machen will, in dieser Welt. Jedermann wird vergolten werden, was er während seines Erdenlebens getan hat; die Vergeltung besteht entweder in einem Leben voller Glück und Frieden im Garten Eden, in dem es endlosen Segen und zahllose schöne Dinge gibt, oder in einem Leben in den Feuern der Hölle, wo unerträgliche Schmerzen und Leiden herrschen. Die Vergeltung, die jene, die Allah leugnen, erhalten werden, ist die ewige Qual des Feuers; sie werden tausendfach wünschen, zu sterben und aufhören zu können, zu existieren. Gleichwohl werden sie die genaue und gerechte Strafe erhalten dafür, dass sie Allah geleugnet haben während ihrer Zeit auf Erden. Allah beschreibt die Umstände derer, die im Feuer sitzen in den folgenden Versen:
Was aber den anlangt, dem sein Buch von hinten gegeben wird, der wird nach seiner völligen Auslöschung rufen. Doch er wird in der Flamme brennen. Er hatte sicherlich unter seinen Leuten fröhlich gelebt. Wahrlich, er dachte nie daran, dass er (zu Allah) zurückkehren muss. (Sure 84:10-14 – al-Inschiqaq)
Und wenn sie zusammengekettet in ihren engen Raum geworfen werden, werden sie um (ihre) Vernichtung bitten. "Fleht heute nicht nur einmal um Vernichtung, sondern fleht immer wieder um Vernichtung!" (Sure 25:13, 14 – al-Furqan)
Die Höllenqualen sind so gewaltig und so schmerzhaft, dass die, die den Tod und das Ende ihrer Existenz fürchten, die ihre Gesichter von Allahs' Religion abwenden und Trost im Aberglauben suchen und jene, die die Existenz von Allah und der nächsten Welt leugnen, stattdessen genau dieses Ende ihrer Existenz herbeiwünschen und bevorzugen werden, anstatt den Qualen des Feuers ausgesetzt zu sein.
Jeder, der aus dem Quran die Existenz der nächsten Welt, die ewige Qual des Feuers und die außerordentliche Schönheit des ewigen Lebens im Garten Eden gelernt hat, sollte diese Dinge sorgfältig und ernsthaft erwägen. Nur jemand, dem es an Intelligenz fehlt und der kein Gewissen hat, würde die Möglichkeit, dass die Höllenqualen tatsächlich existieren, zugeben und sich trotzdem weigern, über diese Implikationen nachzudenken. Konfrontiert mit etwas so Schrecklichem, wie dem ewigen Leben im Feuer, wäre es der Gipfel der Dummheit, diese Kenntnis beiseite zu schieben in der Entschlossenheit, "das Beste aus diesem Leben zu ziehen" während der kurzen Zeit, die wir auf der Erde haben.
Stattdessen sollten wir eine ernsthafte Anstrengung unternehmen zu vermeiden, diese Qual über uns zu bringen und genauestens den Lehren folgen, die uns Allah im Quran gibt, und wir sollten angesichts der Realität des Lebens nach dem Tod den bestmöglichen Gebrauch machen von der Zeit, die uns in dieser Welt gegeben ist. Wir werden erst in dem Moment alles vollständig verstehen, wenn der Tod zu uns kommt. Der Quran teilt uns mit, was in diesem Moment gesagt werden wird von denen, die aufgrund ihrer Todesfurcht versucht haben, die Gedanken an diese Dinge zu vermeiden:
Und mit dem Todeskampf kommt die Wahrheit: "Das ist es, dem du stets entrinnen wolltest!" Und es wird in die Posaune gestoßen - das ist der angedrohte Tag! Und jede Seele wird mit einem Treiber und einem Zeugen kommen. "Du warst dessen völlig achtlos. Wir zogen deinen Schleier jetzt weg von dir, und heute ist dein Blick scharf." Und sein Gefährte wird sprechen: "Hier ist, was bei mir stets (an Aufzeichnung) vorbereitet war." "Ihr beiden, werft alle trotzigen Ungläubigen in die Hölle, (den,) der sich gegen das Gute stemmte, den Übertreter, den Zweifler, der neben Allah andere Götter setzte. Werft ihn daher in die schrecklichste Qual." (Sure 50:19-26 – Qaf)

Fussnoten

3     Büyük Dinler ve Mezhepler Ansiklopedisi (Große Enzyklopädie der Religionen und Sekten), 1964, Istanbul, S. 52
4     Dr. Ali Ihsan Yitik, Hint Kokenli Dinlerde Karma Inancinin Tenasuh Inanciyla Iliskisi (Der Zusammenhang vom Glauben an das Karma mit der Vorstellung von Wiedergeburt), S. 130-131
5     Anmerkung der Redaktion: Dies trifft jedoch, nur für solche Gläubige zu, die Allah für schweres Fehlverhalten, das noch unterhalb der Schwelle des Beigesellens von Partnern zu Allah liegen muss, mit dem Feuer bestraft. Die Ungläubigen, die Allah, seine Zeichen und seine Gesandten ablehnen, werden wegen dieser Handlungen für immer im Feuer verbleiben.
6     Anmerkung der Redaktion: Dieser Vers wurde offenbart über manche Juden, die behaupteten, das Feuer würde sie nur eine begrenzte Zahl von Tagen verzehren, doch in ihrem Fall war dies falsch, denn die Handlungen, von denen sie glaubten, sie würden ihnen vergeben werden, waren die Zurückweisung von Allahs' Zeichen und seiner Gesandten einschließlich der Ermordung einiger Gesandten und Propheten und schließlich die Zurückweisung von Jesus, Friede sei mit ihm, und Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden gewähren. Für einen derart offen zur Schau getragenen Unglauben gibt es kein Entkommen aus dem Feuer, es sei denn der Betroffene wendet sich vor seinem Tod Allah zu.

Das Leben in dieser Welt gemäss der Vorstellung des Karma

Das Leben in dieser Welt gemäss der Vorstellung des Karma

Nach dem Karmaglauben endet das Leben auf dieser Welt niemals. Jemand der stirbt, kehrt in einem anderen Körper auf die Erde zurück. Dies ist völlig falsch. Der Tod bedeutet das Ende des Lebens auf dieser Welt und den Beginn des Lebens im Jenseits.
Wie wir schon zuvor festgestellt haben, werden nach dem Konzept des Karma die, die während ihres Lebens auf der Erde gute Taten vollbringen, mit einem guten Leben in der Zukunft belohnt, doch die, die Böses tun, werden mit Bösem belohnt werden. So besagt das Konzept des Karma, dass unser Erdenleben einerseits das Ergebnis unseres vorherigen Lebens, und andererseits die Grundlage für unser nächstes Leben auf der Erde ist. Auf den ersten Blick mag es so scheinen, dass die Erwartung eines weiteren Lebens nach dem Tode die Karmagläubigen versuchen lässt, gute Taten zu vollbringen und sich richtig zu verhalten, um Gutes in ihrem nächsten Leben zu verdienen und dass sie versuchen werden, das Böse zu vermeiden.
Das Karma jedoch liefert keine Motivation, die stark genug ist für jemanden, der keine ernsthafte Entscheidung getroffen hat, moralisch geradlinig zu sein, denn Menschen, die die Idee des Karma akzeptieren, dass das Rad von Geburt und Tod sich endlos weiterdreht und dass sie unvermeidlich nach jedem Tod wiedergeboren werden, glauben, sie hätten eine unendliche Zahl an Versuchen. Wenn sie also Böses tun, könnten sie denken: "Selbst wenn ich nächstes Mal ein schlechteres Leben habe, ich kann es in dem Leben danach wieder gut machen." Daran sehen wir, dass eine Philosophie, die auf so unsicherem Grund gebaut ist, unfähig ist, die Menschen vom Bösen fern zu halten. Die Verbundenheit mit dieser Welt ist eine Schwäche, die die meisten Menschen haben. Diese Verbundenheit ist der Hauptgrund, warum sie zu einem Glauben wie der Wiedergeburt kommen - sie weigern sich strikt, ihre Verbundenheit mit diesem Erdenleben aufzugeben. Nur wenn wir die wahre Natur des Lebens auf dieser Welt vollständig verstehen, können wir eine tiefgreifende Verhaltensänderung bewirken und nach ethischen Regeln leben.
İslam ve Karma
 
…"O mein Volk! Dient Allah; ihr habt keinen anderen Gott. Seht, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages." (Sure 7:59 – al-A'raf)

Und Allahs ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Und alle Dinge gehen auf Ihn zurück. Darum diene Ihm und vertraue auf Ihn... (Sure 11:123 – Hud)

Jeder der die wahre Natur des Lebens dieser Welt kennt, weiß, dass wir erschaffen worden sind, um unserem Herrn, Allah, zu dienen, Ihm, der uns und das gesamte Universum geschaffen hat, der uns beschützt und für uns sorgt. Wir wissen auch, dass wir Allah für alles was wir tun, verantwortlich sind, für alles was wir sagen oder denken; wir wissen, dass wir Ihm nach dem Tod Rechenschaft ablegen müssen. Der Quran sagt uns in den folgenden Versen, dass wir erschaffen wurden, um Allahs' Diener zu sein:
O ihr Menschen! Dienet euerem Herrn, Der euch und die früheren Menschen erschaffen hat; vielleicht fürchtet ihr Ihn. (Sure 2:21 – al-Baqara)
Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. (Sure 6:102 – al-An'am)
Die, die Allahs Macht anerkennen, die Gläubigen, die Allahs Zorn fürchten, die nur Ihm dienen und Seinem Willen bedingungslos gehorchen, sie gehen dem Bösen aus dem Weg und ihre Handlungen finden Allahs Wohlgefallen. In den folgenden Versen beschreibt der Quran, wie die Gläubigen Allah fürchten und welch wundervolle Belohnung sie dafür erhalten werden:
O ihr Menschen! Fürchtet eueren Herrn und fürchtet den Tag, an dem der Vater nichts für den Sohn und der Sohn nichts für den Vater leisten kann. Siehe, AlIahs Verheißung ist wahr. So lasst euch vom irdischen Leben nicht blenden und täuscht euch nicht selbst über Allah. (Sure 31:33 – Luqman)
Sprich: "Soll ich euch besseres als dies verkünden?" Die Gottesfürchtigen finden bei ihrem Herrn Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und reine Partner und Allahs Wohlgefallen. Und Allah sieht Seine Diener wohl. (Sure 3:15 – Al-'Imran)
Die Gläubigen, die Allah fürchten, sind entschlossen, ihre Pflicht, Ihm zu dienen, ihr Leben lang zu erfüllen, zu beten und gute Taten zu vollbringen, um die ewigen Qualen zu vermeiden. In verschiedenen Quranversen drängt uns Allah, beständig zu sein in der Durchführung unserer Gebete, unserem Dienst Ihm gegenüber, in der Ausführung guter Taten und in unserem guten Charakter:
Und Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist, und Ihm gebührt ständiger Gehorsam. Wollt ihr einen anderen als Allah fürchten?  (Sure 16:52 – an-Nahl)
Vermögen und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Das Bleibende aber, die guten Werke, bringen besseren Lohn bei deinem Herrn und begründen bessere Hoffnung. (Sure 18:46 – al-Kahf)
Und Allah wird die Rechtgeleiteten an Rechtleitung zunehmen lassen. Und das Bleibende, die guten Werke, erbringen bei deinem Herrn besseren Lohn und besseren Gewinn. (Sure 19:76 – Maryam)

Die im Gebet verharren. (Sure 70:23 – al-Ma'aridsch)
Zusammenfassend kann gesagt werden, der einzige Weg, einen überlegenen moralischen Charakter zu bekommen und dabei jeden Kompromiss zu vermeiden, auch wenn dies unseren Interessen zu widersprechen scheint , ist der, eine große Liebe zu Allah zu empfinden, sich Ihm vollständig hinzugeben, Ihn zu fürchten und Ihm zu dienen. Die Karmavorstellung enthält Ratschläge an die Menschen, bestimmte gute Eigenschaften anzunehmen. Doch auch wenn jeder aus sich selbst heraus gute Eigenschaften haben mag, so sind sie doch in ihrer Zahl begrenzt, nicht dauerhaft und sie hängen von bestimmten Gegebenheiten ab. Damit diese dauerhaft in uns vorhanden sind, müssen wir unter allen Umständen an Allah glauben und alles was wir tun, nur deswegen tun, um Seine Gnade zu erlangen; wir müssen Ihn erkennen, Ihn anerkennen und Ihn fürchten.
İslam ve Karma
Jeder Gläubige weiß, dass die Schönheit dieser Welt nur vorübergehend ist. Er vergisst niemals, dass diejenigen, die vor hunderten von Jahren lebten, sich alle von dieser Welt verabschieden mussten und nur die verfallenen Ruinen dieser Pracht hinterließen. deswegen verbringen Gläubige ihre Zeit in dieser Welt in einer Weise, die Allah gefallen wird.

Diese Welt ist ein Ort, an dem wir geprüft werden

İslam and Karma
Das Leben in dieser Welt ist eine Phase der Prüfung, eine Prüfung, die nicht länger als einen Augenblick dauert. Allah prüft jedes Individuum vermittels seiner Reaktionen auf die Ereignisse, die ihm während des Lebens auf dieser Welt widerfahren.
Der Quran sagt uns, dass wir nur ein Leben haben in dieser Welt, und dass der Sinn dieses Lebens darin besteht, uns zu prüfen als Vorbereitung auf das ewige Leben. Das heißt, wenn wir den Tod einmal erfahren haben, gibt es keine Chance mehr für uns, auf diese Welt zurückzukehren und die Fehler wieder gut zu machen, die wir begangen haben. Allah nennt uns den Zweck unseres Lebens auf dieser Welt in diesem Vers:
Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der Erhabene, der Verzeihende. (Sure 67:2 – al-Mulk)
Für jeden von uns ist diese Welt ein Ort, an dem wir geprüft werden durch Ereignisse, die Allah uns widerfahren lässt, um zu sehen, ob wir darauf in einer Weise reagieren, die ihm gefällt. Allah sagt uns im Quran, dass es nicht ausreicht, wenn die Menschen sagen, "Wir glauben" - und nicht auf die Probe gestellt werden. (Sure 29:2 – al-'Ankabut)
Nichts was uns in unserem Leben passiert, ist ein Zufall. Jedes Ereignis in unserem Leben ist bis in das kleinste Detail unseres Schicksals von Allah geschaffen worden, um uns zu prüfen. Die Tatsache, dass jemand reich oder berühmt ist, bedeutet nicht etwa, dass er die Belohnung für gute Taten in seinem früheren Leben erhält, wie die Vorstellung des Karma behauptet. Allah prüft ihn vielmehr mit den Mitteln des Reichtums und des Ruhms. Wichtig ist hierbei, ob er undankbar sein wird oder Allah danken wird. Es ist in ähnlicher Weise falsch, zu glauben, dass jemand der arm ist und ein schweres Leben hat, die Konsequenzen böser Taten in seinem früheren Leben ertragen muss. Allah prüft ihn durch Sorge und Armut. Ein möglicher Grund, warum er ein solches Leben führen muss, kann sein, dass Allah sehen will, ob er Ihm im Angesicht von Schwierigkeiten weiterhin vertrauen wird und ob er Charakterstärke zeigen wird.
Jeder der weiß, dass alles Gute dieser Welt Geschenke Allahs' sind, der Allah dafür dankt und der nach den Regeln lebt, die Allah vorgegeben hat, der alle guten Dinge in einer Weise benutzt, die Allah gefällt, so wie es in Quran und Sunnah gefordert wird, darf erwarten im kommenden Leben reichlich belohnt zu werden. Jeder jedoch, der Allahs Geschenke als sein Eigentum betrachtet und vergisst, dass es Geschenke von Ihm sind, der sich von diesen Geschenken verwöhnen lässt und stolz wird, der vom rechten Weg abweicht, um Dinge zu tun, die verboten sind, wird seine gerechte Strafe in der nächsten Welt erleiden. Im Jenseits wird jedermann die gerechte Vergeltung für seinen Glauben, sein Vertrauen und seine Anerkennung Allahs' und seiner Gesandten erhalten, oder dafür, dass er Ihn und seine Gesandten zurückgewiesen hat und für die guten und schlechten Taten, die er begangen hat. Allah sagt uns im folgenden Vers, dass alles was uns gehört und wofür wir verantwortlich sind, nur dazu dient, uns zu prüfen:
İslam and karma
 
"…das irdische Leben im Vergleich zum Jenseits doch nur ein Nießbrauch ist. "
(Sure 13:26 – ar-Ra'd)

"Sie sind diejenigen, welche das irdische Leben für das Jenseits erkaufen. Deshalb soll ihre Strafe ihnen nicht erleichtert werden, und sie sollen keine Hilfe finden.
(Sure 2:86 – al-Baqara)
Und wisset, dass euer Besitz und euere Kinder nur eine Versuchung sind, aber gewaltiger Lohn bei Allah ist. (Sure 8:28 – al-Anfal)
Manche Menschen werden durch Sorgen und Schwierigkeiten in dieser Welt geprüft. Doch welcher Art Schwierigkeiten sie ausgesetzt sind und in welcher Form diese auftauchen, liegt vollständig in Allahs Hand. Menschen, die auf diese Weise geprüft werden, sollten unter allen Umständen an Allah glauben, denken, dass jede Not und jede Schwierigkeit ein gutes Ende nehmen wird und geduldig und zufrieden sein mit dem, was Allah ihnen sendet. Dies wird mit folgenden Worten im Quran erklärt:
Und wahrlich, Wir werden euch mit Furcht prüfen sowie mit Hunger und Verlust an Besitz und Menschenleben und Früchten; doch verkünde den Standhaften Heil, ihnen, die da sprechen, wenn sie ein Unheil trifft: "Siehe, wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir heim." Segnungen über sie von ihrem Herrn und Barmherzigkeit! Sie sind die Rechtgeleiteten. (Sure 2:155-157 – al-Baqara)
Wahrlich, geprüft sollt ihr werden an euerem Vermögen und an euch selbst. Und wahrlich, ihr werdet viel Verletzendes von denen hören, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde und von den Polytheisten. Wenn ihr jedoch standhaft seid und gottesfürchtig - siehe, dies ist der Dinge Ratschluss. (Sure 3:186 – Al-'Imran)
Das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz. Doch das jenseitige Haus ist für die Gottesfürchtigen besser. Seht ihr das nicht ein? (Sure 6:32 – al-An'am)
Jene, die über die wahre Natur des Lebens in dieser Welt nachdenken und diese Natur verstehen und ihr Leben entsprechend dieser Kenntnis ausrichten, werden großes Glück und Seelenfrieden in der nächsten Welt genießen, in der ihr wirkliches Leben beginnt. Dies verspricht Allah denen, die an Ihn glauben; und unser Herr, Allah, die Quelle endlosen Segens, dessen Güte und Gnade unendlich sind, versäumt niemals, Seine Versprechen zu halten.

Der Begriff des Schicksals im Glaubenssystem des Karma und im Quran

Der Begriff des Schicksals im Glaubenssystem des Karma und im Quran

In der Philosophie des Karma gibt es den Glauben an das Schicksal nicht; und doch ist jeder Mensch dem Schicksal unterworfen, dass Allah für ihn bestimmt hat, und niemand kann dieses Schicksal jemals ändern.
Dünya hayatı
 
Jeder Mensch wird geboren, wächst auf, lebt und stirbt. Alles, was jemand jemals erfahren hat oder was ihm jemals widerfahren wird - und dies gilt vom ersten Menschen an bis heute - ist Teil seines Schicksals. Das Schicksal kennt nur Allah. Unser Herr ist der Schöpfer, der unser aller Schicksal gestaltet, der unendliche Gewalt und Kenntnis besitzt. Daher ist es völlig unnötig für aufrichtige Gläubige, sich über irgendetwas, das in der Vergangenheit passiert ist oder in der Zukunft passieren wird, zu sorgen. Allah schafft für seine frommen Diener alles in bestmöglicher Weise.
Das Konzept des Schicksals in der Karmaphilosophie ist ein völlig Falsches. Nach dem Karmaglauben liegt das Schicksal eines Menschen in dessen eigenen Händen. Dies wird im Buch Dinler Tarihi[Die Religionsgeschichte] mit folgenden Worten beschrieben:
Karma umfasst die Vorstellung, alles was wir getan hätten, sei aus unserem freien Willen heraus geschehen. Ganz gleich was getan wird, es bewirkt unausweichliche Ergebnisse für den, der es tut. Jeder erbt ein derartiges Karma. Anderes Karma folgt später. Dies bedeutet jedoch nicht Determinismus: Jeder ist in den Grenzen seines eigenen Karmas frei, Gutes oder Böses zu tun. Das persönliche Karma zwingt niemanden, etwas Bestimmtes zu tun. Aus buddhistischem Blickwinkel gesehen ist es unser Wille, nicht unsere Handlungen, der neues Karma schafft. Wir werden die Ergebnisse unseres Karmas in diesem Leben sehen oder nach unserer nächsten Inkarnation oder nach der darauf folgenden.7
Wie wir anhand dieser Beschreibung sehen können, gibt es in der Philosophie des Karma keinen Platz für das Vertrauen auf sein Schicksal. Stattdessen gibt es den Glauben an die falsche Auffassung, die Menschen bestimmten ihr Schicksal selbst. Zum Beispiel hängt es nach der Karmaphilosophie vollständig vom Verhalten des Menschen in seinem früheren Leben ab, in welche Kaste er hineingeboren werden wird und was für ein Leben er haben wird. Wir selbst also hätten in unseren früheren Leben das Schicksal bestimmt, das wir im gegenwärtigen Leben erfahren.
Allah jedoch ist es, der bereits bevor wir geboren werden, unser Schicksal entscheidet, der alles vorbereitet, was uns passieren wird, der bestimmt, welche Ereignisse dies sein werden und was für ein Leben wir führen werden. Der Quran sagt uns, dass alles was uns widerfährt, der Wille Allahs ist und dass es von Ihm entschieden wurde bevor es uns widerfährt:
Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch selbst, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es geschehen lassen. Das ist Allah fürwahr ein leichtes. (Sure 57:22 – al-Hadid)

Das Quranische Schicksalskonzept

kitap okurkenDie Vorstellung vom Schicksal impliziert, dass Allah in einem einzigen Moment alle Ereignisse der Vergangenheit und Zukunft erschafft. Das heißt, von Allahs' Standpunkt aus gesehen hat alles, was seit der Erschaffung des Universums passiert ist und alles, was bis zum jüngsten Tag noch passieren wird, bereits stattgefunden   und ist beendet. Was noch nicht geschehen ist und stattfinden wird in dem, was wir "Die Zukunft" nennen hat tatsächlich bereits  stattgefunden in einem einzigen Moment, der unserer gesamte Vergangenheit beinhaltet hat. Allah ist abgesondert von der Zeit und in keiner Weise von ihr abhängig; wir sind es, die von der Zeit abhängig sind. Um also Zeuge von Ereignissen werden zu können, die von Allah in einem einzigen Augenblick geschaffen wurden, benötigen wir die Erfahrung der vergehenden Zeit.
Wir benötigen Zeit, um dieses Buch zu lesen. Wir brauchen Zeit, um jede einzelne Seite umzublättern. Allah kannte jedoch bereits jede einzelne Seite dieses Buches schon bevor es geschrieben wurde und sogar schon, ehe die Vorfahren derer, die dieses Buch hergestellt haben, überhaupt geboren wurden; Allah kannte dieses Buch schon vor der Zeit. Um dies zu verdeutlichen, stellen wir uns jemanden vor, der eine Strasse entlang geht. Dieser Mensch braucht Zeit, um zum entfernten Ende der Strasse zu laufen. Wenn wir nun  aber eine Luftaufnahme der Strasse und des Fußgängers machen würden, wie er eben beginnt, die Strasse hinunter zu laufen, so könnten wir gleichzeitig sowohl den Fußgänger sehen, wie er sich gerade anschickt, seinen Weg zu beginnen, als auch das weit entfernte Ende der Strasse. Wir würden den Zeitablauf, den der Fußgänger erlebt, nicht brauchen.
cadde
 
Zwei Menschen, die auf der Strasse gehen, können nicht wissen, was hinter der nächsten Ecke liegt. Sie können es nur herausfinden, indem sie um die Ecke biegen. Doch die Vogelperspektive auf dieselbe Strasse sieht die Autos, Menschen und Geschäfte, auf die diese beiden treffen werden, bevor sie selbst es tun.
Es ist ganz wesentlich, dies zu verstehen. Denn obwohl wir denken, dass es wir selbst sind, die alles in unserem Leben aus freiem Willen tun, folgen wir nur genau dem Kurs, den Allah für uns festgelegt hat. Unser Leben ist wie ein Videofilm. Doch wir können das Band nicht vorspulen, um zu sehen, was am Schluss passiert, während Allah nur einen einzigen Moment braucht, um den gesamten Film zu kennen. Es ist Allah, der jede Einzelheit dieses Films entschieden und geschaffen hat. So wie wir beide Enden eines Lineals gleichzeitig sehen können, so kann Allah unsere Lebenszeitspanne als ganzes sehen, als wäre sie ein einziger Moment. Wir jedoch können Ereignisse nicht wahrnehmen, bevor die Zeit dazu für uns gekommen ist; erst dann können wir das Schicksal erfahren, dass Allah für uns bestimmt hat.
Jeder Moment im Leben eines jeden Menschen, der jemals in dieser Welt gelebt hat oder in ihr leben wird, von der Zeit, da er   noch ein Fötus im Mutterleib ist, bis zu seinem Tod, ist von Allah  vorherbestimmt und Ihm bereits bekannt. Kein Detail ist zu bedeutungslos, sei es der erste Schultag eines Kindes oder die Stunde im mittleren Alter, in der das erste graue Haar auftaucht. Dies ist die Bedeutung des Schicksals für jedermann auf Erden.
Alles was in der Vergangenheit geschehen ist und alles was jemals in der Zukunft passieren wird, ist für Allah schon Realität. Die Tatsache, dass alle künftigen Ereignisse auf uns warten, um von uns erfahren zu werden, veranschaulicht einen wichtigen Punkt: Jeder, ob er will oder nicht, hat sich schon bedingungslos dem Schicksal gefügt, dass Allah für ihn geplant hat. So wie wir unsere Vergangenheit nicht ändern können, können wir auch unsere Zukunft nicht ändern. Die Zukunft ist schon passiert, genau wie unsere Vergangenheit. Alles was uns passieren wird, wann und wo wir essen werden und welche Nahrung dies sein wird, mit wem wir sprechen werden, wie viel wir verdienen werden, welche Krankheiten wir bekommen werden und wann, wo und wie wir später sterben werden, über all diese Dinge ist bereits entschieden worden und sie können nicht mehr verändert werden, weil sie im Wissen Allahs' schon als abgeschlossene Ereignisse existieren. Alles was uns übrig bleibt ist, durch unsere eigenen Erfahrungen Kenntnis über sie zu erhalten.
Unter diesen Umständen ist es völlig überflüssig, uns über Dinge die uns passieren, Sorgen zu machen oder zu ängstigen; es wäre auch nicht vernünftig, dies zu tun. Wenn wir es Täten, so wäre dies, als würden wir versuchen, den Verlauf eines Films zu beeinflussen, weil wir uns um die Darsteller in ihm sorgen.
Wenn jemand beispielsweise einen Unfall auf dem Weg zu einer Konferenz oder zu einem Bewerbungsgespräch hat, von dem er denkt, es könnte seinen Lebensweg verändern und er das Treffen deswegen verpasst, so wird er vielleicht plötzlich verzweifeln und was ihm widerfahren ist, als Unglück ansehen. Er wird sogar vielleicht zu sich selbst sagen, "Wäre ich doch bloß eine Minute später hier gewesen, dann wäre nichts von all dem passiert." Doch alles Klagen ist vergeblich: alles - die genaue Sekunde, in der er an diesem Tag sein Haus verließ, die Route, die er genommen hat, welches Transportmittel er benutzt hat, um an sein Ziel zu kommen, welches andere Fahrzeug in den Unfall verwickelt war und wer darin gesessen hat - alles war bereits lange vor seiner Geburt von Allah entschieden worden.
Allah hat den Gang aller Ereignisse unseres Lebens so festgelegt, dass sie die bestmöglichen Ergebnisse für uns haben werden wenn wir Allah vertrauen und Ihm unsere Dankbarkeit zeigen. Wir werden vielleicht nicht immer den Grund für diese Ereignisse verstehen oder den sinnvollen Zweck, für den Allah sie geschaffen hat, oder wir werden dies vielleicht nur schrittweise verstehen. Doch wenn wir Allah erkennen können, seine unendliche Macht anerkennen und uns Seinem Willen unterwerfen, dann werden wir absolut sicher sein, dass jedes Ereignis, dass Er für uns vorgesehen hat, das Beste und Passendste für uns ist. Es sollte kein Zweifel daran bestehen, dass alles was passiert, von Allah in Gang gesetzt worden ist. Auch wenn wir Ereignisse in unserem Leben als "neu" erfahren, so hatte Allah sie bereits mit all ihren weiteren Folgen bis in die kleinste Einzelheit erschaffen. Infolgedessen kennt Er sie mit einer ungeheuer größeren Klarheit, als es uns unsere spätere Erfahrung der Ereignisse jemals ermöglichen wird.
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Es ist völlig unangemessen für jemanden, der sich bei etwas verspätet, dass er für wichtig hält, darüber bekümmert zu sein. Alles was ihm widerfährt, ist Teil seines Schicksals, und keine Macht kann das jemals ändern.
Daraus folgt also, dass Menschen, die Ereignisse, die ihnen widerfahren, als Unglück ansehen und darüber verärgert, ängstlich und betrübt sind, sich nur selbst bedrücken, es sich gestatten, aufgerieben zu werden von Dingen, über die sie nicht die Macht haben, sie zu ändern. Wenn wir hingegen erkennen, dass wir nur dem Lauf unseres Schicksals folgen, fühlen wir uns entspannt und ruhig in dieser Erkenntnis - denn Allah erschafft unser Schicksal, und Allah erschafft alles auf eine Weise,  die für uns den bestmöglichen Erfolg bedingt, wenn wir Ihm gegenüber wahrhaftig sind. Die Allah kennen und lieben, die auf Seine Gerechtigkeit und Gnade vertrauen, empfinden endlose Freude in der Erkenntnis, dass nichts passieren kann, was nicht von Ihm in seiner unendlichen Weisheit erschaffen und gewollt ist. Die Gläubigen wissen, dass von Allah nur Gutes kommen kann, wie uns im folgenden Vers gesagt wird:
Auch zu denen, welche gottesfürchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinabgesandt?" Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfürchtigen. (Sure 16:30 – an-Nahl)
In den nächsten Versen wird uns die Belohnung geschildert, die diejenigen nach ihrem Erdenleben erhalten werden, die glauben, dass alles, was Allah ihnen schickt, einer guten Bestimmung dient:
Die Gärten Edens, in die sie eintreten. Sie werden von Bächen durcheilt. Und sie erhalten dort, was sie nur wünschen. Also belohnt Allah die Gottesfürchtigen. Zu den Rechtschaffenen sprechen die Engel, wenn sie sie zu sich nehmen: "Frieden sei auf euch! Tretet ins Paradies ein für euere (guten) Taten." (Sure 16:31, 32 – an-Nahl)

Unsere Vorkehrungen ändern unser Schicksal nicht

kitap yazarkenViele Menschen behaupten, die Realität der Fügung (des Schicksals) nicht zu verstehen, reden sich ein: "Wenn ohnehin alles bereits verfügt ist, so brauchen wir nichts mehr dabei zu tun", und so versuchen sie, sich selbst zu beweisen, dass es unmöglich ist, an sein Schicksal zu glauben. Dies ist eine sehr oberflächliche Denkweise. Der Grund, warum manche Menschen dies sagen, ist der, dass es Teil ihres Schicksals ist, dies zu sagen, auch wenn sie dies nicht erkennen. Allah hat jedermann's Schicksal vorherbestimmt; Für Allah hat jeder sein Leben schon von Anfang bis Ende erlebt.
Allah hat es als Teil der Prüfung, die Er für uns in unserem Erdendasein geschaffen hat, ermöglicht, alles was wir tun, so zu empfinden, als täten wir es aus unserem freien Willen heraus. Wenn jemand zum Beispiel ein Buch schreibt, so ist dieses Buch für Allah in Wahrheit schon geschrieben und fertig gestellt, bevor der Autor geboren war und es ist bereits von allen, deren Schicksal es ist, es zu lesen, gelesen worden. Selbst wenn der Autor gerade entscheidet, was er schreiben wird, so ist doch alles, was dieses Buch ausmacht - jede Zeile, der Anfang jedes Absatzes, die Überschriften, die Farben und Bilder auf dem Buchdeckel, die Seitennummern, die Position jedes Satzzeichens und jedes andere Detail - für Allah bereits gegenwärtig.
Lassen Sie uns jedoch annehmen, der Autor würde es aufgeben, an dem Buch weiterzuschreiben indem er sich sagt, "Wenn dieses Buch schon geschrieben ist, wenn es vom Schicksal bestimmt ist, dass dies so sein soll, dann brauche ich ohnehin nichts mehr zu tun." Dies jedoch würde keinen Sinn ergeben, denn das Wort "Wenn" in seiner Argumentation verrät die Tatsache, dass er an diesem Punkt tatsächlich ja gar nicht weiß, ob dass Schicksal vorgesehen hat, dieses Buch zu vollenden oder nicht. Das wäre genauso ignorant, wie jemanden an der Tür klopfen zu hören und dann nicht aufzustehen und die Tür zu öffnen, weil man denkt "Wenn es vom Schicksal vorgesehen ist, dass diese Person hereinkommt, so wird sie sowieso hereinkommen." Allah weiß, was vom Schicksal vorgesehen ist, wir hingegen wissen es nicht.
Tatsache ist, dass alles was wir erfahren, von Allah als Teil unseres Schicksals verfügt worden ist. In den folgenden Quranversen sagt uns Allah, dass Er der Handelnde ist:
Nicht ihr erschlugt sie, sondern Allah erschlug sie. Und nicht du warfst, als du warfst, sondern Allah warf. Er wollte die Gläubigen einer schönen Prüfung durch Sich unterziehen. Siehe, Allah ist hörend und wissend.  (Sure 8:17 – al-Anfal)
"Wo doch Allah euch geschaffen hat und alles was ihr anfertigt?" (Sure 37:96 – as-Saffat)
pembe güller
 
Siehe, alle Dinge erschufen Wir nach Maß und Plan.
(Sure 54:49 – al-Qamar)
Wenn jemand behauptet, diese Dinge, wie sie im Quran erklärt sind, nicht zu verstehen, oder wenn jemand Unkenntnis vortäuscht, um das Schicksal zu versuchen, sich weigert, die Tür zu öffnen oder sich weigert, das Buch zu schreiben, so erfährt er doch nur etwas, was das Schicksal für ihn vorgesehen hat, es zu durchleben. Wenn wir die Arzneimittel nicht einnehmen, die wir einnehmen sollten wenn wir krank sind, indem wir uns sagen "Wenn es mein Schicksal ist, gesund zu werden, dann werde ich gesund", und somit unsere Gesundheit vernachlässigen, dann ist es unser Schicksal, so unintelligent zu handeln. Wenn wir auch wir die Existenz des Schicksals bestreiten, dann tun wir dies, weil es eben Teil unseres Schicksals ist, es zu tun.
Andererseits wird jeder, der intelligent und gewissenhaft ist, wissen, dass das, was den Menschen widerfährt, ein Teil von Allahs Prüfung ist und dass sie für ihre Handlungen verantwortlich sind, auch wenn die Anstrengungen, die sie unternehmen und was am Ende dabei herauskommt, für Allah längst geschehen sind. In diesem Zusammenhang gibt der Quran das Beispiel von Jakobs' Rat an seine Söhne:
Und er sprach: "O meine Söhne! Tretet nicht (allesamt) durch ein einziges Tor ein, sondern tretet durch verschiedene Tore ein. Doch ich kann euch nicht gegen Allah helfen. Die Entscheidung liegt allein bei Allah. Ihm vertraue ich, und vertrauen sollen Ihm alle Vertrauenden." (Sure 12:67 – Yusuf)
Wie wir in diesem Vers lesen, rät Jakob seinen Söhnen zu Vorsichtsmassnahmen für ihre Sicherheit, fügt jedoch sofort hinzu, dass diese Vorkehrungen nicht das Schicksal abwenden werden, dass sich nach Allahs' Willen erfüllen muss. Tatsächlich sind Jakobs' Worte, seine seinem Ratschlag folgenden Söhne und alles was ihnen begegnen wird, nichts anderes als die Entfaltung des Schicksals durch Zeitablauf, etwas dass für Allah jenseits der Zeit gegenwärtig ist.
Im nächsten Vers wird uns erklärt, dass die Vorkehrungen Allahs' Willen nicht ändern können:
Obwohl sie so eingetreten waren, wie ihr Vater es ihnen anbefohlen hatte, nützte ihnen dies nichts gegen (den Plan von) Allah. Es erfüllte lediglich einen innigen Wunsch Jakobs (, sie zu schützen). Er aber besaß Wissen, das Wir ihn gelehrt hatten. Jedoch wissen die meisten Menschen nicht Bescheid. (Sure 12:68 – Yusuf)
Dieser Vers sagt uns, dass wir nicht die Macht haben, etwas, das uns von Allah geschickt wird, zu verhindern. Alles was wir tun können ist, zu Ihm zu beten und Seinen Segen zu suchen, so dass Er unsere Vorkehrungen als Mittel einsetzen wird, Seinen Willen auszuführen und uns das bestmögliche Ergebnis zuteil werden zu lassen.
Um zusammenzufassen: Der Unterschied zwischen jemandem, der sich Allah und dem Schicksal, das Er für ihn verfügt hat, unterworfen hat und jemandem, der unfähig ist, die Realität der Situation zu erkennen ist, dass ersterer sich bewusst ist, dass was immer er auch tut, nach Allahs Willen geschieht, ganz gleichgültig, wie sehr wir dies als unsere eigene unabhängige Initiative erfahren mögen; wem dies andererseits nicht bewusst ist, folgt der falschen Überzeugung, unsere Handlungen entsprängen unserer eigenen Weisheit und unseren eigenen Fähigkeiten. Tatsächlich jedoch ist "Allahs Befehl ein fester Beschluss". (Sure 12:68 – Yusuf)

Fussnoten

7     Prof. Dr. Günay Tümer, Prof. Dr. Abdurrahman Kücük, Dinler Tarihi (Die Geschichte der Religionen), Ocak Publishing, Ankara 1993, S. 163